Frühjahrsputz in Ihrer Sauna ‒ was Sie beachten sollten

Die hauseigene Sauna hat gerade in Pandemie-Zeiten enorme Vorteile. Sie können saunieren wann und wie Sie wollen, können den Duft für den Aufguss selbst wählen und brauchen keine Angst zu haben vor einer Infektion durch voll besetzte Saunen in öffent­lichen Anlagen.
Wer die Vorzüge einer eigenen Sauna genießen darf, muss sich jedoch auch selbst um Reinigung und Instandhaltung der Saunakabine kümmern. Gerade nach den kalten Wintermonaten, wenn die Sauna oft in Anspruch genommen wurde, ist der ideale Zeit­punkt die Sauna auf Hochglanz zu bringen und eine gründlichere Reinigung vorzu­nehmen.
Damit Sie lange Freude an ihrer Sauna haben, hier ein paar Pflegetipps, wie Sie Ihre Sauna schützen und reinigen können.

Vor jedem Saunagang

  • Prüfen Sie ihre Sauna vor jedem Saunagang nach Gegenständen auf Boden oder Ofen. Saunatücher, die zum Trocknen abgelegt wurden oder sonstige Gegenstände, die mal eben schnell zur Lagerung in der Sauna deponiert wurden, können erhebliche Schäden und Verunreinigungen verursachen.
  • Nehmen Sie vor dem Saunieren eine Dusche, um Creme, Parfüm und Körperfett abzuspülen und die Haut zu befeuchten, damit sich die Poren öffnen und der Schweißfluss besser in Gang kommt. 

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Bei jedem Saunagang

  • Es gibt sie in allen möglichen Farben und Varianten − das Saunatuch. Dieses darf bei einem Saunagang nicht fehlen, da es verhindert, dass Schweiß und Aufgusswasser die Saunabänke verunreinigt und unschöne Flecken hinterlässt. Zudem ist es angenehmer auf einem Saunatuch zu sitzen oder zu liegen, da sich die Saunabänke ordentlich aufheizen können.
  • Bei Peelings sollte besondere Vorsicht geboten sein. Achten Sie darauf, dass ihr Sauna­tuch die ganze Sitzfläche bedeckt und keine Flüssigkeit mit ätherischen Ölen auf das Holz der Saunabank gelangt. Das gibt unschöne Flecken, die Sie nur schwer wie­der entfernt bekommen.
  • Auch bei feuchtfröhlichen "Bieraufgüssen" in großer geselliger Runde sollten Sie darauf achten, dass nicht all zu viel Wasser auf Bänke und Saunawände gelangt. Ansonsten sieht Ihre Sauna schnell verfleckt und abgenutzt aus.

Nach jedem Saunagang

Sowohl bei der Finnischen Sauna mit mehreren Aufgüssen, als auch bei der Biosauna entsteht in der Sauna Feuchtigkeit, die sich auf Wände, Bänke und Boden festsetzt. Das Lüften nach einem Saunagang ist daher unumgänglich, um der Schimmelbildung auf Holzoberflächen keine Chance zu geben. Denn in der feuchtwarmen Luft können sich Bakterien und Keime besonders gut vermehren.

  • Öffnen Sie zum Lüften die Saunatür, wenn möglich öffnen Sie ein Fenster im Raum, damit die angestaute Feuchtigkeit entweichen kann. Extreme Feuchte, die sich evt. auf Boden oder Glasfront abgesetzt hat, können Sie mit einem Lappen aufnehmen. Bei Markensaunen gibt es ein spezielles Trocken-Programm, das sich nach dem Saunagang automatisch einschaltet und die Sauna nach der Biosauna austrocknet. 
  • Lassen Sie nach dem Saunieren den Aufgusskübel mit überschüssigem Aufgusswasser nicht in der Sauna stehen. Auch dieser Rest an Flüssigkeit verdunstet und verzögert das Trocknen der Saunakabine.

Pflege und Reinigung der Sauna

Wann und wie oft Sie Ihre Sauna reinigen sollten, hängt natürlich davon ab, wie oft Sie diese in Anspruch nehmen. Einmal im Jahr ein Frühjahrsputz ist jedoch aus ästhetischen und hygienischen Gründen angezeigt.

  • Reinigen Sie Ihre Sauna erst nachdem sie abgekühlt ist.
  • Da das Holz in einer Sauna extrem trocken ist, verwenden Sie für die Reinigung keinesfalls einen Hochdruckreiniger oder Wasserschlauch. Diese könnten dem Holz mehr schaden als nützen.
  • Auch auf aggressive chemiehaltige Reinigungsmittel sollten Sie verzichten, da diese Rückstände beim nächsten Saunaaufguss in der Luft verdampfen und somit in die Atemwege gelangen können.
  • Saunabänke wischen Sie am besten nur mit Wasser oder speziellem Saunareiniger mit einem fusselfreien Tuch ab. 
  • Staub- und Schmutzpartikel in Ecken, Zwischenräumen und auf dem Saunaboden können Sie bequem mit einem Staubsauger beseitigen.
  • Das Holz der Sitzbänke und Saunawände von älteren Saunen können durch die permanente Hitze mit der Zeit dunkel und unansehnlich werden. Mit speziellen Sauna­bleich­mitteln für den Saunabereich können Sie die Holzoberflächen behandeln, aufhellen und desinfizieren. Beachten Sie hierzu die Gebrauchsanweisung vom Hersteller!
  • Nur bei unbehandeltem Holz können hartnäckige Flecken und tief sitzender Schmutz mit sehr feinem Schleifpapier behandelt werden.

Reinigung von Saunaofen und Saunasteinen

Da Saunaofen und Saunasteine einer permanenten Belastung ausgesetzt sind, sollten Sie auch diese etwa einmal im Jahr gründlicher reinigen.

  • Die Saunasteine sollten nach Beschädigungen geprüft werden, da diese bei Auf­güssen durch die Dämpfe der ätherischen Öle besonders beansprucht werden. Etwaige Rückstände können Sie mit einer Bürste entfernen.
  • Je nach Häufigkeit der Saunagänge sollten Sie die Steine nach etwa 3-8 Jahren austauschen.
  • Den Ofen reinigen Sie mit einem feuchten Tuch. Kalkrückstände entfernen Sie am besten mit Essig- oder Zitronensäure verdünnt mit Wasser und einer feinen Bürste. Bei hartnäckigeren Kalkflecken können Sie die Lauge kurz einwirken lassen und dann mit Wasser abspülen.

Reinigen des Dusch- und Ruhebereichs

Für das eigene Wohlbefinden sollte natürlich auch der angrenzende Ruheraum und Dusch­bereich von Zeit zu Zeit gesäubert werden.
Staub und Schmutz wird aufgesaugt, fleckige Flächen und Böden nass aufgewischt.
Saunaliegen bleiben länger sauber, wenn Sie sich mit einem Saunatuch auf die Liege legen. Saunatücher, Kilts und Duschtücher nach jedem Gebrauch austauschen.

Fazit

Wer lange seine Sauna sauber und ansehnlich genießen möchte, tut gut daran, sie öfters zu reinigen und zu pflegen. 
Der Frühjahrsputz, der etwas umfangreicher sein darf, ist nach dem Winter am sinn­vollsten, da die Sauna in den kalten Monaten häufiger verwendet wurde.
Nach gelegentlichem Saunieren in den Sommermonaten, können Sie dann im Herbst in einem angenehm sauberen Wellnessbereich in die neue Saunasaison starten!