Sauna im Maßanzug − individuelle Lösungen
Saunieren entspannt, regeneriert und stellt unsere innere Balance wieder her. Unumstritten sind die positiven Eigenschaften des Saunierens und dessen gesundheitsfördernde Wir­kung für Körper und Geist. Immer mehr Menschen entscheiden sich daher für einen Wellnessbereich mit Sauna, Infrarotkabine oder Dampfbad im Eigenheim. Wohl dem der ein großes Badezimmer, einen ausgebauten Dachboden, einen Keller oder ein Plätz­chen im Garten oder Terrasse hat. Oftmals scheitert es jedoch genau an diesen opti­ma­len Platz­ver­hältnissen. Auf dem Speicher sind Dachschrägen das Problem, mal gibt es Fenster, die sich genau dort befinden, wo Platz für eine Sauna wäre. Oder es lässt sich nirgendwo ein Plätz­chen finden, weil die Wohnung zu klein ist.
All das ist aber kein Grund auf Sauna und Wellness in seinen eigenen vier Wänden zu ver­zichten. Im folgenden Artikel zeigen wir Ihnen auf, welche Möglichkeiten und Lösungen sich wie und wo in Ihrem Eigenheim umsetzen lassen, was es für Unterschiede bei Sauna­modellen und Saunabadeformen gibt und wie Sie Ihre Sauna durch verschiedene Aus­stattungsvarianten in Design und Material personalisieren können, individuell auf Ihre Bedürfnisse und Wünsche zugeschnitten!

Individuallösungen

Sie saunieren gerne und das möglichst unabhängig von irgendwelchen Öffnungszeiten oder Hausordnungen einer öffentlichen Sauna. Der Entschluss ist gefasst, eine eigene Sauna muss her  ̶  doch nun stellt sich die Frage, wohin mit ihr? Der feuchte Gewölbe­keller scheidet aus, das winzige Badezimmer ebenso. Bleibt wohl nur noch der Dach­boden!

Dachschrägen und ausgefallene Grundrissformen

Bei räumlich schwierigen Gegebenheiten wie Dachschrägen, Wandvorsprüngen oder Rundungen müssen genaue Vorstellungen oder spezielle Wünsche gesammelt und konkretisiert werden.
Holz lässt sich auf vielfältige Weise bearbeiten und verformen. So können Saunaelemente zum Beispiel an vorhandene Rundungen angepasst werden.
Vor der Fertigung einer Sauna werden die Räumlichkeiten sorgfältig ausgemessen, so dass Saunadeckenelemente oder Wandelemente exakt den Winkel der Dachschräge aufweisen und sich so optimal in die Räumlichkeiten einfügen. So ist der Bereich der Dachschräge kein verschenkter Raum, sondern lässt sich noch als Liegefläche nutzen. Wandvorsprünge oder in den Raum hinein ragende Ecken lassen sich in die Sauna integrieren, müssen jedoch bei der Gestaltung und Anordnung von Ofen und Sauna­bänken im Saunainnenbereich berücksichtigt werden.

Fensteranschluss an Sauna

Fenster haben die positive Eigenschaft einen Raum mit Licht zu durchfluten und eine angenehme Atmosphäre zu schaffen. Diese Helligkeit können Sie mit einer Fenster­anlaibung direkt in Ihre Sauna holen. Voraussetzung ist ein saunataugliches Fenster mit ESG-Sicherheitsglas, unbehandeltem Holz und Dichtungen aus Silikon. Dieses Fenster wird durch einen Rahmen aus Holz mit der Sauna verbunden, so dass keine Wärme ent­weichen kann. Diese Variante hat den Vorteil, dass sich das Fenster ganz regulär öffnen lässt. Ist kein saunataugliches Fenster vorhanden, z.B. bei Kunststofffenster, gibt es die Möglichkeit einen Rahmen mit einem saunatauglichem Fenster vor das bereits be­ste­hende Fenster zu montieren. Ist die Öffnung groß genug, lässt sich das ursprüng­liche Fenster auch zum Lüften und Reinigen öffnen.

Geringe Platzverhältnisse

Gerade bei der jüngeren Generation geht der Trend in Richtung flexible Raumeinteilung und platzsparende Kompaktlösungen. Kleine Wohnungen, winzige Badezimmer  ̶  es ist nicht immer einfach ein Plätzchen für eine Sauna zu finden. Aber Saunen lassen sich auch mit ganz kleinem Grundriss in Nischen oder Abstellräumen einbauen. Wer gerne liegend sauniert, sollte das in der Banklänge berücksichtigen. Auch für den Saunaofen muss genügend Platz eingeplant werden. Für ganz Spartanische besteht die Möglichkeit sitzend oder mit angewinkelten Beinen zu Saunieren. Nichts ist unmöglich! Auch eine Kombination aus Sauna und Infrarotkabine ist auf engstem Raum umsetzbar.

Behindertengerecht

Menschen mit Behinderung haben oftmals das Problem, dass Eingänge zu eng sind und das Platzangebot zu gering ist, um mit einem Rollstuhl bequem entspannen zu können. Dem kann man mit breiteren, Rollstuhlgerechten Türen und Aussparungen bei der Innen­ausstattung entgegen wirken. Sowohl bei Saunen, als auch bei Infrarotkabinen lassen sich praktische Zubehöre wie beispielsweise Handläufe oder Tritthocker zusätzlich integrieren.

Unterschiedliche Saunamodelle und Sauna­bade­formen

Bei der Entscheidung sich eine Sauna anzuschaffen, stellen sich anfänglich einige Fra­gen, die Sie für sich beantworten müssen. Entscheide ich mich für eine Elementsauna oder doch eher für eine Massivholzsauna? Schwitze ich lieber in einer Finnischen Sauna oder bin ich eher der Sauna-Typ, der es nicht ganz so heiß mag und die Biosauna bevor­zugt? Sie sehen schon  ̶  Saunieren ist nicht gleich Saunieren!

Element- oder Massivholzsaunen

Eine Elementsauna wird aus mehreren vorgefertigten Elementen aus Holz zusammen­gesetzt. Sie wird nach der sogenannten „Sandwichbauweise“, also mehrlagig aufgebaut und die vorgefertigten Elemente werden zusammengefügt. Das Zusammen­spiel von Holz und speziellen Isolierelementen sorgt bei der Elementsauna für die optimale Wärme­iso­lierung.

Für den gleichen Effekt bedient sich die Massivholzsauna der physikalischen Eigen­schaf­ten von „Mutter Natur” ‒ die optimale Wärmeisolierung wird ausschließlich durch die massiven Wände und Decken aus Vollholz erreicht und macht somit ein spezielles Dämmsystem überflüssig. Das Holz kann die Feuchtigkeit aufnehmen, was zu einem angenehmen Klima und der Absonderung von wohlriechenden Harzen und ätherischen Ölen führt. Es sorgt für ein gemütliches und heimeliges Ambiente mit „Wohlfühl-Garantie”.

Während einer der herausragenden Vorzüge bei der Elementsauna ihr abwechs­lungs­reiches Erscheinungsbild durch den Einsatz von unterschiedlichen Holzarten ist, trumpft die Massivholzsauna mit Saunawänden aus natürlich gewachsenem Fichtenholz auf, die ästhetisch zur Geltung kommen und eine Außenverkleidung überflüssig machen.

Finnische Sauna oder Biosauna oder eine Kombination aus beiden?

Für die Wahl des Saunaofens müssen Sie sich im Vorfeld entscheiden, wie Sie Saunieren möchten. Kommt Ihr Körper eher bei hohen Temperaturen ins Schwitzen oder mögen Sie es lieber nicht ganz so heiß?

Die Finnische Sauna hat hohe, bis sehr hohe Temperaturen und niedrige Feuchtewerte. Die trockene Luft sorgt dafür, dass es sich trotz heißer Temperaturen in der Sauna aus­hal­ten lässt. Durch Aufgüsse auf die Steine des Saunaofens kann die Luftfeuchtigkeit kurzfristig angehoben und der Hitzeschub intensiviert werden. Die ätherischen Öle im Saunaaufguss verströmen ihren angenehmen Duft im ganzen Saunainnenraum.
In der Biosauna schwitzt man dagegen bei niedrigeren Temperaturen und einer we­sent­lich höheren Luftfeuchtigkeit als in der Finnischen Sauna. Viele, denen die Finnische Sauna zu heiß ist, genießen die schonende Wärme der Biosauna. Ein Kräuter­sieb über dem Biosauna-Verdampfer, auf das man unterschiedlich wirkende Kräuter locker auslegen kann, sorgt zusätzlich für ein angenehmes und entspannendes Dufterlebnis.

Kombination aus Sauna und Infrarotwärme

Entspannen und Relaxen möchten immer mehr auf immer vielfältigere Art und Weise. Ideal ist da die Kombination aus zwei Wärmequellen, jedoch mit unterschiedlichen Wirkungsweisen − Schwitzen beim Saunieren und Wärme tanken durch Infrarotstrahlen. Wer mit dem Gedanken spielt, sich eine Sauna anzuschaffen, jedoch auf die gele­gent­liche Wärme­be­hand­lung der Infrarot­strahlen nicht verzichten möchte, kann sich Infrarotstrahler in die Sauna ein­bauen lassen. Diese Strahler können in eine Sauna, sowohl als Deckenfluter für eine entspannte Liege­po­si­tion, als auch als Infrarotsitzplatz integriert werden. Über die Saunasteuerung lässt sich das jeweilige Programm, Saunaprogramm oder Infrarotstrahung, auswählen. Für eine gleichmäßig wohlige Wärme in der Sauna, kann bei der Infrarotanwendung zusätzlich eine Grund­tem­peratur am Saunaofen ein­ge­stellt werden.

Ausgefallene Ideen bei Design und Material

Mit diversen Extras bei der Ausstattung lässt sich Ihre Sauna nach dem Baukastenprinzip individuell zusammen stellen. So können Sie Akzente setzen und die Sauna zu Ihrem ganz persönlichen Wellnessobjekt machen. Hier einige Beispiele:

Wer beim Saunieren gerne liegt, kann auf einer ergonomischen Körperformliege schwitzen. Die optisch weich fließende Linienführung ist nicht nur ein Augenschmaus, sondern auch zum Liegen eine wohlige Entspannung für Wirbelsäule und Muskulatur. Eine weitere Bank als Sitzgelegenheit wäre ideal, da die Körperformliege zum Sitzen unge­eig­net ist.Großzügige Flächen, helle Räume und eine freie Sicht auf Garten oder blühende Wie­sen. Das schreit förmlich nach großen Glasfronten, durch die Sie beim Saunieren gedankenversunken in Ihre Umgebung blicken können. Viel zu Schade, um diese Sicht mit schweren Holzelementen zu verbauen. Große Glasfronten sorgen für Leichtigkeit und Ruhe.

Eine Steigerung für Tiefenentspannung und schwerelosem Zustand beim Saunieren schaffen schwebende Bänke. Diese werden aufwändig verarbeitet, ohne sichtbare Befestigungen, in edler Ausführung und schlichtem hinterschnittenem Design. Der Freiraum bei den Saunabänken lässt die Sauna großzügiger und luftiger wirken.

Einen zusätzlichen Eye-catcher in Ihrer Sauna erreichen Sie durch die Verwendung unterschiedlicher Holzarten. Einen optischen Kontrast schaffen beispielsweise dunkle Altholzfronten kombiniert mit hellen Holzarten. Auch ganz unterschiedliche Holzarten innerhalb der Sauna sind möglich − Birke, Espe oder Kanadisches Hemlock, um nur einige zu nennen, lassen sich durchaus auch mit verschiedenen Profilhölzern oder aber auch mit Stabprofil kombinieren. Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

Fazit

Sie sehen, es ist vieles möglich, was auf den ersten Blick unmöglich scheint. Mit etwas Vorstellungskraft und individuellen Ideen, lässt sich vieles erreichen. Auch wenn der Platz begrenzt, die Wohnung verwinkelt ist oder der Dachboden nur aus Dachschrägen besteht.