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Sauna oder Dampfbad, heiß oder feucht − wie regeneriert sich unser Körper am Besten?

Manche mögen’s heiß und trocken! Oder doch eher warm und feucht? Sicher haben Sie sich in öffentlichen Wellnessanlagen schon öfters gefragt, welche Badeform denn nun für die nötige Entspannung sorgt? Regenerieren wir uns besser in einer Sauna oder ist die feuchte Wärme eines Dampfbads vorzuziehen? Was sind die Unterschiede zwischen einer Sauna und einem Dampfbad? Kann man das überhaupt vergleichen?

Im folgenden Artikel gehen wir diesen Fragen auf den Grund und beschreiben die elementaren Unterschiede, die eine Sauna von einem Dampfbad unterscheiden.

Grundlegende Unterschiede von Sauna und Dampfbad

Vorweg sei gesagt, sowohl die Sauna als auch das Dampfbad tragen zu einer körperlich-seelischen Entspannung bei, sorgen für Stimmungsaufschwung und Leistungssteigerung des Körpers. Beide Badeformen wirken sich positiv auf das Herz-Kreislaufsystem aus.
Und doch sind es zwei komplett unterschiedliche Varianten zum Regenerieren:

Temperatur und Feuchte

Deutliche Unterschiede gibt es  bei Temperatur und Feuchte.
Die finnische Sauna hat hohe, bis sehr hohe Temperaturen, die Luftfeuchtigkeit dagegen ist niedrig.
Beim Dampfbad ist es genau umgekehrt. Niedrige Temperaturen und hohe Feuchtewerte sorgen dafür, dass unser Körper sämtliche Poren öffnet. Da jedoch durch die niedrigen Temperaturen der Wechsel von Heiß zu Kalt nicht stattfinden kann, entfällt beim Dampfbad der positive Effekt des Gefäßtrainings, von dem unser Körper beim Gang in die Sauna mit anschließender Abkühlung profitiert. Das Dampfbad punktet dafür mit wohltuendem Dampf, der unseren Atemwegen gut tut und unsere Haut verwöhnt.

Material

Diese gravierenden Unterschiede von Hitze und Feuchte sind verantwortlich für das unter­schied­liche Material, das in einer Sauna und einem Dampfbad verbaut wird.

Wäre ein Dampfbad mit Holz ausgekleidet, müssten wir auf tropfnassen Bänken sitzen, das Holz würde in kürzester Zeit schimmeln. Damit die große Menge an Feuchtigkeit ungehindert ablaufen kann, sind Dampfbäder daher gekachelt.

Die Innenverkleidung einer Sauna sollte größtenteils aus Holz bestehen, da Holz eine geringe Wärme- und Temperaturleitfähigkeit besitzt. Holz besitzt außerdem hygroskopische Eigenschaften, die für ein angenehmes Raumklima sorgen. Wärme und Feuchtigkeit wird von den Holzwänden bis zu einem gewissen Grad aufgenommen − was nicht gespeichert werden kann, wird konstant in den Innenraum abgegeben. 

Anwendung

In der Sauna liegen oder sitzen Sie nackt auf einem Saunatuch, welches die Saunabank vor Schweiß schützt und dafür sorgt, dass Sie nicht auf der heißen Saunabank sitzen müssen. Ihre Badesandalen ziehen Sie vor der Sauna aus.

Im Dampfbad besteht aufgrund der hohen Feuchtigkeit eine höhere potentielle Keimbelastung und somit die Gefahr, sich mit Krankheiten, Pilzen und ähnlichem zu infizieren. Daher sitzen Sie im Dampfbad nicht auf Ihrem Handtuch, zumal dieses in kürzester Zeit durchnässt wäre. In den meisten Dampfbädern sind Kneippschläuche vorhanden, mit denen Sie Ihre Sitzfläche abspritzen und reinigen können, bevor Sie Platz nehmen. Wem das nicht sauber genug ist, kann ein eigenes kleines Gästehandtuch verwenden. In öffentlichen Wellness­anlagen werden spezielle Sitzunter­lagen angeboten, die Sie hinterher abgeben oder entsorgen können. Im Dampfbad ist es aus hygienischen Gründen ratsam die Badesandalen anzubehalten. Ansonsten gehört auch das Dampfbad zur textilfreien Zone.

Sauna ‒ die heiße Entspannung

Finnische Sauna

Die traditionelle finnische Sauna lässt uns bei hohen Temperaturen und niedrigen Feuchtewerten entspannen. Die trockene Luft sorgt dafür, dass es sich trotz enormer Hitze in der Sauna gut aushalten lässt. Die Temperaturen liegen bei der finnischen Sauna bei 80-95°C, die Feuchtewerte bei 5-10 %.

Der Wechsel von Hitze, Abkühlung und Entspannung trainiert unsere Gefäße und stärkt unsere Immunabwehr. Ein Saunabad dauert in der Regel zwischen 8 und 15 Minuten, 2-3 Sauna­durch­gänge sind optimal.  

Saunaaufguss ‒ der intensive feuchte Hitzereiz

Durch Aufgüsse auf die Steine des Saunaofens wird die Luftfeuchtigkeit in der Sauna kurzfristig angehoben und der Hitzeschub intensiviert. Heiße Luft verteilt sich von oben nach unten und sorgt für einen zusätzlichen Hitzereiz auf unserer Haut. Für eine extra Portion Entspannung sorgen ätherische Öle in Form von Aufguss­konzentraten, die dem Aufgusswasser beigefügt werden.
Beim Saunaaufguss sollten Sie das Wasser aus der Kelle nicht zu schnell über die Steine gießen, damit das Wasser vollständig verdampft und somit die volle Aufgusswirkung erzielt wird.

Biosauna  ̶  Wohlfühlatmosphäre mit Wärme und Dampf

Die Biosauna ist für viele, denen die finnische Sauna zu heiß ist, genau die richtige Alternative zum Schwitzen. Nicht zu heiß, aber so, dass man durch die zugegebene Feuchte gut ins Schwitzen kommt. Die Temperatur in der Biosauna lässt sich von 45 °C bis 65 °C, die Luftfeuchtigkeit von 30 % bis 50 % über die spezielle Biosauna-Steuerung programmieren und individuell einstellen.
Für einen angenehmen Duft sorgen Kräuter, die in einem Behälter mit Wasser verdünnt über dem Saunaofen hängen und vor sich hin duften können. Die effektivste Möglichkeit der natürlichen Kräuterbeduftung bietet ein spezieller Biosauna-Verdampferofen, bei dem die Kräuter auf ein Sieb verteilt und dadurch optimal durchdampft werden.
In der Biosauna können Sie aufgrund niedrigerer Temperaturen etwas länger schwitzen als in der finnischen Sauna. Optimal sind zwischen 15 und 30 Minuten, je nach eigenem Wohlbefinden.

Dampfbad ‒ sanfte Wärme mit viel Feuchtigkeit

Im Dampfbad wird Wasserdampf mit sanfter Wärme kombiniert und ist daher etwas schonender zu Herz und Kreislauf. Die Temperatur liegt bei ca. 45°C und einem warmen Klima mit 80-100 % Luftfeuchtigkeit. Ein zusätzlich positiver Effekt wird durch die Zugabe von ätherischen Ölen in Form von Dampfbademulsionen erreicht. Diese betören nicht nur mit ihren aromatischen Düften wenn man sie inhaliert, sondern haben, je nach Mischung, auch eine bestimmte Wirkung auf den Körper.



Da der Körper bei der hohen Luftfeuchtigkeit kaum Schweiß produzieren muss, um sich selbst abzukühlen, ist das Dampfbad weniger belastend für den Körper. Auch die Hauttemperatur steigt beim Dampfbad nicht so schnell an wie in der Sauna. Die Dauer des Dampfbads sollte wie bei einem Saunagang die 15 Minuten nicht übersteigen.
Nach der Erwärmung des Körpers durch Dampf folgt eine Abkühlungs- und Ruhephase, in der Sie sich entspannen können. 

Bei einer konstant hohen Luftfeuchtigkeit werden im Körper eine Reihe positiver Prozesse aus­gelöst. Vor allen Dingen entspannt das Dampfbad die Muskulatur und hat eine angenehm reinigende Wirkung. Einen besonders positiven Effekt hat das warme feuchte Dampfbadklima auf unsere Haut. Durch das Aufheizen des Körpers öffnen sich die Poren, die Haut wird gereinigt und mit Sauerstoff versorgt. Wer Probleme mit seinen Atemwegen hat, profitiert vom feuchten Nebel im Dampfbad, da die Schleimhäute optimal befeuchtet werden.

Fazit

Ob nun heiße Sauna oder mildes Dampfbad ‒ das hängt vor allem von Ihren Bedürfnissen und persönlichen Vorlieben ab.
Der eine benötigt hohe Temperaturen, während der andere die feuchte warme Luft des Dampfbads zum Durchatmen und Entspannen vorzieht.
Das heißt: Einfach ausprobieren welche Badeform gut tut und auf seinen Körper hören.

 



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