Die Abkühlung – ein wichtiger Teil beim Saunieren!

Winter – er kann ungemütlich, neblig und manchmal klirrend kalt sein. Draußen liegt man­cher­orts Schnee und nachts entstehen wunderschöne Eiskristalle an den Fenstern. Für viele eher eine negative Be­glei­terschei­nung der kalten Jahreszeit, wenn man sich in un­zäh­ligen Schichten an­ziehen, das Auto von Eis und Schnee befreien oder den Schnee vor der Einfahrt schippen muss.
Es gibt aber auch die schöne Seite des Winters, auf die wir uns freuen können. Wenn es draußen schneit und wir bei einem Spaziergang die kalte frische Luft ein­at­men. Dann hat man wieder so richtig das Be­dürf­nis, in die Sauna zu gehen, sich aufzuheizen und sich danach mit ein paar frischen kühlen Atem­zügen und einem Sprung ins eiskalte Tauch­becken ab­zu­küh­len. Und diese Abküh­lung nach einem Sauna­gang ist für den Körper auch enorm wichtig. Warum das so ist, erklären wir Ihnen im folgenden Artikel. 

Was passiert im Körper beim Saunieren und Abkühlen? 

Es ist nicht nur diese Tiefenentspannung, die wir beim Saunieren für überaus wohltuend empfinden, die uns regeneriert und wieder „auftankt“. Auch körperlich geschieht einiges in uns, das uns ge­sund­heitlich gut tut und unsere Immunabwehr stärkt.

Das Saunieren bewirkt, dass sich unsere Haut erhitzt. Damit unser Körper die Wärme besser verar­beiten kann, reagiert er daraufhin mit der Erweiterung der Blut­ge­fäße. Durch die vermehrte Zufuhr von warmen Blut in den Körperkern erhöht sich die Körpertemperatur auf 38 bis 38,5 °C. Wir sind also ordentlich aufgeheizt und schwitzen. Unser Herzkreis­lauf­system arbeitet auf Hochtouren. Gehen wir nach dem Saunieren an die kühle Luft und nehmen ein Bad im eiskalten Tauch­becken, so ziehen sich durch den Kältereiz die Ge­fäße wieder zusammen und verengen sich. Die Tem­­pera­­tur unserer Haut sinkt bei der Abkühlung rapid ab. Damit unser Körper nicht auskühlt, sorgen warme Fuß­bäder nach der Abkühlphase für die Regulierung der Kör­per­tem­pera­tur. 

Dieser Wechsel von heiß zu kalt ist optimales Trai­ning für Herz, Kreislauf, Gefäße und Aus­dauer. Sowohl für einen hohen, also auch für einen zu niedrigen Blutdruck ist dieses Training ge­sund­heits­fördernd. Achten Sie darauf, dass Sie sich wohl fühlen. Bei Unwohlsein oder Pro­ble­men mit dem Kreis­­lauf ist es besser, wenn Sie recht­zeitig die Sauna verlassen. Auch beim Abkühlen sollten Sie auf ihren Körper hören, da es passieren kann, dass Ihr Kreislauf nicht mitspielt und Ihnen schwarz vor Augen wird. Bei extrem hohem Blut­hoch­druck empfiehlt sich die Biosauna, da diese mit weniger hohen Tem­pera­turen schonen­der auf den Körper einwirkt. Wer auf Nummer sicher gehen will, kontaktiert seinen Hausarzt und berät sich mit ihm.

Wie kühle ich mich richtig ab?

Sicher ist: Die gesundheitsfördernde Wirkung des Sau­nie­rens wird erst mit der anschließ­enden Ab­küh­lung erreicht. Das heißt im Umkehrschluss, dass das Ab­küh­len für unseren Körper genauso wichtig ist wie das Erhitzen selbst. Daher haben wir für Sie ein paar Tipps zur Abkühlung zusammen­gestellt:

  • Tanken Sie im Anschluss an den Saunagang Sauer­stoff. Das ist nicht nur ein angenehm be­frei­endes Gefühl, auch den Atemwegen geben Sie da­durch die Möglichkeit sich besser abkühlen zu können.
  • Gehen Sie es langsam an. Zu langes Saunieren und danach zu schnelles Runterkühlen kann zu Kreis­lauf­pro­blemen führen und den Körper über­for­dern. Nicht selten über­­schätzt man sich und „klappt“ dann unter der kalten Dusche zusammen.
  • Nehmen Sie sich Zeit. Kühlen Sie sich genauso lange ab, wie Sie sauniert haben. Erst dann kommt der Körper wieder auf seine Normaltemperatur.
  • Fußbäder nach dem Erfrischen sorgen für die Regulierung und verhindern das Auskühlen. Spezielle Fußbadekübel sind aus Holz mit transparenter Hygiene­ver­sie­ge­lung. 
  • Legen Sie nach dem Abkühlen eine Ruhepause ein, damit sich Ihr Körper regenerieren und erholen kann.

Unterschiedliche Arten von Abkühlung

Nach einem heißen Saunagang wünscht man sich nichts sehnlicher als gleich ins kalte Tauchbecken zu springen. Das ist jedoch nicht ganz ungefährlich. Um Herz und Kreislauf nicht zu überfordern, ist es wichtig zuvor ein paar kühle Atemzüge an der frischen Luft zu nehmen und den Körper langsam wieder herunter zu kühlen. Danach gibt es vielseitige Möglichkeiten Ihren Körper wieder auf Normaltemperatur zu bringen. Einige Abkühl­metho­den haben wir hier für Sie aufgelistet:

Schwalldusche/Schwalleimer

Speziell zum Abkühlen nach einem Saunagang gibt es Schwalleimer aus Holz, die an der Wand angebracht sind und sich durch ziehen an einem Kipphebel ent­lee­ren. Diese Art der Erfrischung ist Abhärtung pur, da das kalte Wasser mit einem kräftigen Schwall heraus kommt. Bei Schwallduschen schießt das kalte Wasser gleichmäßig aus einem breiten Schlitz und erfrischt etwas sanfter.

Tauchbecken

Die meisten Tauchbecken oder auch Tauchkübel sind aus Holz gefertigt und mit kaltem Wasser gefüllt. Über eine Leiter wird der Einstieg erleichtert. Erst die Glied­ma­ßen mit kalten Wasser bespritzen, dann lang­sam die restlichen Körperteile abkühlen. Zum Schluss können Sie ganz untertauchen.

Kneippschlauch

Ein Kneippschlauch ist etwas dicker als ein her­kömm­li­cher Gartenschlauch, heraus kommt kaltes Wasser. Für ein gleichmäßiges Benetzen der Haut empfielt es sich, den Wasserdruck nicht zu hoch einzustellen. Wie schon beim Tauchbecken beginnt man mit dem Abkühlen an Armen und Beinen und geht dann langsam Richtung Brust- und Herzbereich.

Eisbrunnen

Mit Eis wird das Abkühlen zu einem prickelnden Frische-Erlebniss. Der Eisbrunnen erzeugt Crash-Eis, das von oben herab in ein Auffangbecken rieselt. Das kurze und heftige „Einseifen“ mit dem Crash-Eis fördert die Durch­blu­tung der aufge­heiz­ten Haut, die sich bei dem plötzlichen Kältereiz ordent­lich zusammen zieht.

Schnee

Wenn es geschneit hat, ist natürlich auch der Schnee eine willkommene Art der Abküh­lung. Ähnlich wie beim Eisbrunnen kann man sich mit dem Schnee einreiben oder sich gleich ganz im Schnee wälzen. Das Ergebnis ist eine angenehm prickelnde rosige Haut. Allerdings sollten Sie vor lauter Schneespaß nicht vergessen rechtszeitig ins Warme zu gehen.

Fazit

Kein Saunagang ohne Abkühlung − um die ge­sund­heit­lich positive Wirkung des Sau­nie­ren zu er­rei­chen, sollte demnach der Schwerpunkt nicht nur auf der Erhitzung des Körpers liegen, sondern auch auf der Abkühlung nach dem Saunagang. Das fällt uns eigentlich gar nicht schwer, da wir nach dem Sau­nie­ren sowieso das Bedürfnis haben, unseren Körper wieder herunter zu kühlen.
Nach dem Sau­nie­ren − Abkühlen − Ausruhen, ge­nie­ßen wir das Gefühl wohliger Ent­spannung und fühlen uns wie neu geboren.