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So verwenden Sie ätherische Öle

Der typische Saunagänger erwartet von seinem Saunabesuch pure Entspannung und Entgiftung. Dabei sind Kräutermischungen und ätherische Öle, ob beim klassischen Aufguss im Aufgusskonzentrat für den Saunagang, im Dampfbad oder in der Entspannungsphase als Aromatherapie nicht wegzudenken.

Ätherische Öle sorgen für ein angenehmes Dufterlebnis und Wohlgefühl. Doch was sind eigentlich ätherische Öle, was bewirken sie und wie wende ich diese richtig an? Diesen Fragen gehen wir im nachstehenden Artikel auf den Grund.

Was sind ätherische Öle?

Anders als künstliche Duftstoffe und Parfümöle sind ätherische Öle ein Naturprodukt, gewonnen aus Heilkräutern, Blüten, Rinden, Wurzeln, Gewürzen und Früchten. Diese Duftstoffe werden in Form von kleinen Öltröpfchen von Pflanzen produziert und gespeichert, meist um Insekten anzulocken. Durch Destillation werden diese wertvollen Öle aus den Pflanzen gewonnen und vielseitig verwendet.

„Ätherisch” heißen sie, weil sie keine fettende Eigenschaften der herkömmlichen Öle besitzen, sondern viel flüssiger in ihrer Konsistenz sind. Diese Flüssigkeit löst sich prompt an der Luft auf, was bleibt ist der angenehme Duft, der in Kürze ebenfalls im Äther verschwindet. Verschließen Sie daher stets die Ölfläschchen, damit sich der edle Duftspender wortwörtlich nicht in Luft auflöst.

Wie wende ich ätherische Öle in der Infrarotkabine oder als Aufgusskonzentrat in der Sauna an?

Aufgrund ihrer Flüchtigkeit werden Aufgusskonzentrate auf Biobasis mit ätherischen, naturreinen Inhaltsstoffen auch gerne in der Sauna eingesetzt, um die gesundheitsfördernde Wirkung zu unterstützen. Da die Inhaltsstoffe sowohl schnell verdampfen als auch keine Rückstände hinterlassen, sind sie ein allseits beliebtes Mittel bei der Wärmebehandlung, zum Beispiel in Form von Aufgüssen.
Dabei werden die Öle niemals pur über die Saunasteine gegossen, da sie sehr schnell entflammbar sind, den Atemwegen schaden und zu Vergiftungen führen können. Vermischen Sie stattdessen das Aufgusskonzentrat immer mit Wasser. Auch beim Wasser steht die Qualität im Vordergrund: wenn möglich, verwenden Sie für Ihren Aufguss Quellwasser statt Leitungswasser.

Durch den Dampf und das anschließende Wedeln werden die ätherischen Inhaltsstoffe in der Saunakabine verteilt und von den Besuchern inhaliert und über die geöffneten Poren der Haut aufgenommen.

Achten Sie darauf, dass Sie keine Aufgusskonzentrate mit synthetischen Inhaltsstoffen verwenden, sondern nur naturreine. Denn synthetische Produkte verdunsten nicht rückstandsfrei und können gar schädlich für den Organismus sein. Da ätherische Öle ein Naturprodukt sind, lassen sie sich vom menschlichen Körper in ihrer Konsistenz gut aufschlüsseln und verarbeiten. Diese Inhaltsstoffe können Heilkräfte begünstigen. Synthetische Öle dagegen werden vom menschlichen Organismus als Fremdkörper eingestuft. Sie reizen eher die Schleimhäute und können Kreislaufprobleme verursachen.

Alternativ zu den Aufgüssen können Sie ebenfalls einen Duftspender in der Saunakabine verwenden, der den Duft gleichmäßig im Raum verteilt. Sogenannte Aromaverdampfer finden in Dampfduschen häufig Gebrauch.

Das Entspannen und Erholen in einer Infrarotkabine kann ebenfalls mit ätherischen Ölen in einem Duftspender verstärkt werden. Dazu können Sie das Öl in eine dafür geeignete Duftschale füllen und in der Kabine aufhängen. Alternativ können Sie einen Duftvernebler einsetzen, der das Aroma gleichmäßig in der Kabine verströmt. 

Wie wirken ätherische Öle auf mich?

Die Wirkung ätherischer Öle begünstigt einerseits die Physis, vor allem aber ist seine magische Wirkung auf die Psyche nicht zu unterschätzen.

Im Hinblick auf den positiven Einfluss auf den Körper werden ätherische Öle in 3 Kategorien unterschieden und zwar in Kopf-, Herz-, und Basisnoten.

  • Kopfnoten haben eine erfrischende und belebende Wirkung und steigern die Konzentration. Dazu zählen Zitrusöle sowie Pfefferminz- und Eukalyptusöle.
  • Herznoten wirken entspannend und harmonisierend, das können Blütenöle wie Apfelblüte, Lindenblüte oder Kirschblüte.
  • Zu den Basisnoten zählen typische Saunaöle wie Birke oder Harzöle. Diese zeigen eine stabilisierende und kräftigende Wirkung.

Je nach Effekt lassen sich die Öle untereinander auch kombinieren, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Doch auch bei naturreinen ätherischen Ölen gilt: Lassen Sie sich von Ihrem Arzt zu möglichen Allergien und Nebenwirkungen beraten.

Die psychische und seelische Wirkung der ätherischen Öle lässt sich wie folgt kategorisieren:

Anregung für Atemwege: Im Kampf gegen Viren und Bakterien sind diese Öle wahre Weltmeister. Nicht nur können sie die Abwehrkräfte stärken und das Immunsystem stabilisieren, sie können ebenfalls entzündungshemmend und schleimlösend wirken. Auch können sie ein wunderbarer Helfer bei Muskelkaterbeschwerden und rheumatischen Erkrankungen sein.

Diese speziellen ätherischen Öle lassen die Produktion von Neurotransmittern wie Dopamin und Acetylcholin steigern, was zur Aufhellung der Stimmung, erhöhter Konzentration sowie Kritikfähigkeit führen kann. Dazu zählen ätherische Düfte wie Eukalyptus, Rosmarin, Pfefferminze, Waldkiefer, Cajeput, oder Weißtanne, die die Lunge stimulieren und für ein befreites Atmen und zunehmendes logisches Denken sorgen kann. 

Kräftigung des Immunsystems: Durch ihre antibakterielle Wirkung sind diese Öle die perfekte stärkende Kraft für die kalten Wintermonate als vorbeugende und behandelnde Maßnahme. Durch die angeregte Produktion des Botenstoffes Enkephalin kann sich eine schmerzlindernde Wirkung entfalten und den Heilprozess beschleunigt. Mit Ölen wie Thymian, Lorbeer, Palmarosa, Zirbelkiefer oder Orange können Sie Ihr Immunsystem stärken und Ihren Kreislauf stabilisieren.

Detox: Diese Öle wirken entschlackend indem sie Giftstoffe aus dem Körper ziehen. Außerdem können sie den Stoffwechsel anregen und die Nieren- und Drüsenfunktionen verbessern. Dadurch können wir uns selbstbewusster, entkrampfter und weniger ängstlich fühlen. Für diese entgiftende Wirkung sorgen Öle wie Zitrone, Lavendel, Wacholderbeer und Lemongras.

Stimmungsaufheller: Diese Duftnoten können das Selbstvertrauen stärken und positive Stimmungen steigern. Dabei werden chemische Botenstoffe wie Noradrenaline, Dopamine und Endorphine verstärkt produziert und ausgeschüttet. Wir können antriebsstärker, konzentrierter und schlichtweg glücklicher werden. Insbesondere ängstlichen und verkrampften Menschen kann diese Aromatherapie Gelassenheit und Humor schenken. Noten von Bergamotte, Grapefruit, Orange, Mandarine, Rosengeranie, türkischer Rose und Zitrone helfen dabei diese stimmungsaufhellende Wirkung zu erreichen.

Enstpannungsmacher: Diese Öle können beruhigend auf das zentrale Nervensystem wirken, das diverse Organfunktionen beeinflusst. Das kann zum Spannungsabbau führen und die Produktion von Serotonin fördern, was wiederum Entspannung und Gelassenheit auslösen kann. In emotional aufwühlenden Momenten können Duftnoten wie Lavendel, Patchouli, Teebaum, Zeder und Ylang Ylang mehr Harmonie und Balance mit sich bringen.

Fazit

Mittels ätherischer Öle runden Sie Ihre optimale und gesundheitsfördernde Sauna-Erfahrung ab und bringen Wellness in Ihren Kopf und Körper. Bei allen Empfehlungen und gut gemeinten Ratschlägen, gilt auch hier stets: Hören Sie auf Ihren Körper, denn der weiß am besten was ihm gut tut. Frohes Saunieren!



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